Wer den Famler in der Spur hält.

Die Tischlerei gibt es noch heute, unser Einrichtungshaus in der Salzburger Haydnstraße 16 seit 1953. (Oma) Justine, die aus einer Kaufmannsfamilie stammende, rührige Schwiegertochter des Firmengründers, wollte zwar auch, aber nicht nur die Möbel aus der eigenen Werkstatt verkaufen. Sie eröffnete also einen Laden, der sukzessive wuchs – das auch dank Josef, der 1975 das Geschäft der Eltern übernahm. Heute erstrecken sich die Schauräume unseres Einrichtungshauses auf 900 Quadratmeter und über vier Etagen. Den Famler in der Spur halten seit einigen Jahren Laura und Martin – die Urenkel jenes Mannes, der 1910 die Tore zu unserer Tischlerei aufgestoßen hat.

Über das Bohren harter Bretter. Und von Nägeln mit Köpfen.

Urgroßeltern und Großeltern, Vater, Mutter, Kind: Das nennt man Familie. Wenn sich alle in einem Unternehmen versammeln, dann ist das – richtig – ein Familienunternehmen. So wie das von Famler es seit über 100 Jahren ist. 1910 war Ungarn noch bei Österreich und der Präsident ein Kaiser. Während Sigmund Freud die Psychologie aufmöbelte, Gustav Klimt mit dem Jugendstil eng verflochten war und Schnitzler auf den Brettern der Welt provozierte, wollte  Martin Famler in eben diese bohren. Er machte also Nägel mit Köpfen und eröffnete in der Schallmooser Hauptstraße 59 eine Tischlerei. Für die Welt mag das kein Ereignis mit Nachrichtenwert gewesen sein – für uns war es der Anfang.

Besten Dank, ganz wunderbar!

Wertschätzend blicken wir zurück, aber auch aufgeräumt nach vorn. Darum ist bei uns auch nichts verstaubt! Wir machen nach wie vor das, was wir können, und bei dem, was wir tun, wollen wir zu den Besten gehören. Über Jahrzehnte gewachsene Partnerschaften und Mitarbeiter, auf die wir uns verlassen können: All das sind Gründe des Erfolgs. Auch die Zufriedenheit der Kunden zählt: „Wunderbar, auf die Idee wäre ich noch gar nicht gekommen!“, fällt ins Repertoire jener Kommentare, die wir oft und gerne hören.

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Maßgebend

Diebstahl ist nicht unsere Sache, ein Zitat dürfen wir uns aber klauen: Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche. Das gilt auch für Famler! „Wir sind aus der Tradition heraus gewachsen, aus der Verantwortung für und der Freude zum Beruf. Wir schauen in die Zukunft, nutzen die Erfahrungswerte der Vergangenheit, leben aber nicht im Gestern.“ (Josef Famler)

Wie hat sich der Zugang zur Innenarchitektur im Laufe der Zeit verändert?

Josef Famler: „Der hat sich sehr stark gewandelt. Während man früher unter ‚Innenraumgestaltung’ das Verteilen von Möbeln in Räumen verstand, sind wir in unseren Aufgaben vielseitiger geworden. Wir liefern heute ein komplexes Bündel, legen oft schon nach der Einreichplanung los. Die Planung von Elektroinstallationen oder Wasseranschlüssen fällt ebenso darunter wie der Einbau von Wandverkleidungen durch unsere Tischlerei, die Auswahl der Materialien für Wände oder Böden und der Möbel. Je nach Größe des Projektes begleiten wir unsere Kunden sehr lang.“

Vier Jahrzehnte lang derselbe Job. Wird das nicht langweilig?

Josef Famler: „Ich hab in meinem Leben nie zwei Mal dasselbe gemacht. Jeder Kunde hat andere Vorstellungen, eine andere Wertigkeit, eine andere Persönlichkeit. Der Dialog ist mit jedem einzelnen sehr spannend!“